Phantastik von Bettina Ferbus

 

Aktuelles findet Ihr in meinem Blog:

http://www.bettinaferbus.wordpress.com

           

Endlich hat das lange Jammern der Autoren ein Ende gefunden. Schmerzlich wurde eine dem BuCon ähnliche Veranstaltung im Süden Deutschlands vermisst. Nun hat erstmals der MucCon in München im Oberangertheater stattgefunden.

Da ich ebenfalls zu den Lamentierenden gehört habe und noch dazu den BuCon in diesem Jahr nicht besuchen konnte, blieb mir gar nichts anderes übrig, als mich am 6. November in den Zug zu begeben und nach München zu fahren. Noch dazu war ich eingeladen, gemeinsam mit Verleger Torsten Low die neu erschienene Anthologie 'Die Klabauterkatze und andere Fundstücke des Grauens' zu präsentieren und meine Geschichte daraus vorzutragen.

Kaum am Con eingetroffen, erwartete mich bereits eine Überraschung. Forenkollege Martin Witzgal fragte mich, ob er bei der Präsentation der Geschichtenweberanthologie 'Der Fluch des Colorado River' ein Stück aus meiner Geschichte 'Der Ipinuk' vortragen dürfe. Natürlich habe ich ja gesagt und so kam es dazu, dass ich erstmals lesen ließ. Auch anderen lieben Autorenkollegen durfte ich bei ihren Lesungen lauschen und bei der Lesung von Miriam Pharo und Sean O'Connel sogar ein Buch gewinnen.

Neben anregenden Gesprächen im Ausstellungsraum mit Verlegern, Autorenkollegen und natürlich unumgänglichen Bucheinkäufen, nahm ich auch am Live-Lyrik-Wettbewerb teil. Das dabei entstandene Gedicht wird im Januar 2012 im Wortkussverlag erscheinen.

Leider wurde die Zeit viel zu kurz. Um meinen Zug nicht zu versäumen, musste ich die Veranstaltung viel zu früh verlassen. Im nächsten Jahr werde ich mir ein Zimmer in München buchen. Dann kann es mir auch nicht mehr passieren, dass meine Eltern mich wegen einer Zugverspätung um Mitternacht in Schwarzach retten müssen. MucCon – ich komme wieder!

Silvermoon - Wolf der Taiga
Band II

Trailermusik: Erdenstern - aus ihrem neuen Album "Into the White"
Wie wenige andere Tiere, übt der Wolf seit jeher eine starke Wirkung auf die Phantasie der Menschen aus. Bei vielen Völkern ist er zum Symbol für die Gefährlichkeit der Natur geworden, für bedrohliche, böse und dunkle Kräfte bis hin zu den Werwolf- Sagen.
Dieses Buch hat Märchen, Mythen, Sagen, Fabeln und Legenden über den Wolf zusammengetragen, aber auch besondere Erlebnisse mit Wölfen, kommen hier zum Ausdruck. So entsteht ein lebendiges Panorama, aus 10 Kurzromanen von unterschiedlichen Autoren. Vorstellungen und Gedanken, die die Menschen seit jeher mit diesem Tier verbunden haben. Zahlreiche stimmungsvolle Wolfsbilder von dem Illustrator Greenfeed, lassen dabei den Text immer wieder lebendig werden.
Die Hüterin - Nathalie C. Kutscher / Rainbow Warrior - Thomas Strehl / Sohn des Mondes - Inken Weiand / Kyra - Michael Pick / Das Geschenk der Mondwölfin - Bettina Ferbus / Der Mann mit den Wolfsspuren - Kai Krzyzelewski / Silvermoon und die Legende des Bagbadur - Pia Bächtold-Tobias Hofer / Krishtu und die Legende von Amarok - Renate Behr / Wolf der Taiga Legende - Winter Brigitte / Die Monde der Magena- Annette Bredendick
 
 

Western und Phantastik in Ampflwang

Da es der Wettergott nicht gut mit uns meinte, versammelte sich eine nette Runde aus Autoren und gespannten Zuhörern gleich im Saloon des Westernreithofes der Familie Brandt in Lukasberg bei Ampflwang. Die Zeit bis zur Lesung wurde mit Plaudern verbracht, die geplanten Outdoor-Aktivitäten auf Sonntag verschoben.
Lucas Edel und meine Wenigkeit präsentierten passend zur Örtlichkeit Kurzgeschichten aus der Geschichtenweber Anthologie zum Thema Western und Phantastik, die im November erscheinen wird. Unterstützt wurden wir von Emilia Dux mit ihrer postapokalyptischen Geschichte 'Der Zirkus'.

Nach einer kurzen Nacht, denn nach der Lesung wurde fleißig weitergeplaudert, begrüßte uns ein strahlend schöner Morgen, sodass Ausritt und Wanderung in der wunderschönen Umgebung des Hofes wie geplant stattfinden konnten. Ein gemeinsames Mittagessen, bei dem Lucas Edel und ich fleißig Pläne für die nächste Lesung schmiedeten, schloss dieses herrliche Wochenende ab.

 

Leipziger Buchmesse 17.3. – 20.3.2011

Nachdem ich so viel über die Leipziger Buchmesse gehört und gelesen hatte, wollte ich nun endlich selbst dieses Event besuchen. Die Anreise klappte perfekt und all meine Bedenken, ich könnte mich vielleicht nicht sofort zurecht finden, erwiesen sich als gegenstandslos.

Beim Kurzbesuch am Donnerstag Nachmittag war es noch relativ ruhig auf der Messe und ich hatte Zeit für einen gemütlichen Plausch mit Christiane Gref und Ann-Kathrin Karschnik. An den nächsten Tagen wurde es deutlich voller und der allgemeine Messelärm machte sowohl den Autoren das Lesen schwer, als auch Unterhaltungen ein wenig mühsamer. Besonders am Samstag drängten sich die Menschen dicht an dicht zwischen den Ständen und bei den Lesungen.

Freundiche Cosplayerin

 

Ulrich Burger und Markus Heitz

Obwohl ich mich, wie viele andere Phantastikfreunde, bevorzugt im Bereich der Fantasyleseinsel und beim Werkzeugsstand aufhielt, habe ich dennoch so manchen Bekannten verpasst. Im Gedränge entdeckt habe ich die Verleger Ulrich Burger, Gudrun Hirche und Pia Bächtold, sowie Anke und Wolfgang Brandt vom ‚Geisterspiegel’ und Erik Schreiber, Herausgeber des ‚Phantastischen Bücherbriefs’. Es ist immer eine besondere Freude, Menschen, mit denen ich sonst nur per Internet Kontakt halten kann, persönlich zu treffen.

Großen Spaß hatte ich auch bei meinem abendlichen Treffen mit Susanne Hiegemann. Wir kennen uns bereits seit einiger Zeit aus dem Geschichtenweberforum und nun bekam ich endlich auch das Gesicht zu den Worten.

Beim Montsegur/Geschichtenweber-Treffen am Samstagabend im Restaurant Apels Garten habe ich mich bestens mit einigen alten und vielen neuen Autoren- und Forenkollegen unterhalten.

Aileen P. Roberts und Bettina Ferbus

Gudrun Hirche, Anke Brandt, Bettina Ferbus

 

Am Sonntag auf der Messe habe ich dann noch die Tanzkünste eines waschechten Blackfootindianers bewundert, weiteren Lesungen gelauscht und eine ganze Menge Fotos von den vielen buntgewandeten Cosplayern geschossen.

Am frühen Nachmittag ging es dann ab zum Flughafen und von München aus weiter mit dem Zug nach Hause. Am späten Abend war ich dann, noch ganz überdreht von all dem Erlebten, wieder in Zell am See.

Die andere Buchmesse – 27.2.2011


Es wird wohl eine Tradition werden, dass ich Ende Februar nach Wien fahre, denn ‚Die andere Buchmesse’ ist eine so nette, beinahe schon familiär zu nennende Veranstaltung, dass es auch in diesem Jahr wieder eine Freude war dort zu sein.

Der von Verleger Torsten Low betreute Büchertisch war seit vergangenem Jahr deutlich angewachsen. Es hat wieder viel Spaß gemacht, mit ihm und seiner Frau zu plaudern. Durch den Kontakt über Facebook hatte ich beim Wiedersehen mit meinem Autorenkollegen das Gefühl, sich nicht seit Monaten, sondern nur seit wenigen Tagen nicht gesehen zu haben.

Den anderen erging es ähnlich.

Ich konnte auch einige Autoren persönlich kennen lernen, mit denen ich bisher nur im Internet geschrieben hatte und einige neue Bekanntschaften schließen. Es gab wieder sehr viele interessante Lesungen und einen Literaturslam, an dem ich selbst teilgenommen habe und der von Norbert Holoubek gewonnen wurde.

Ich freue mich schon darauf, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

Herbstlesung –19. Oktober 2010


Da in den letzten Monaten einige Anthologien (Geschichtensammlungen) mit Beiträgen von mir erschienen sind und in diesem Jahr noch ein paar weitere erscheinen werden, habe ich mich entschlossen, bei meiner traditionelle Herbstlesung in der Stadtbücherei Zell am See diesmal ausschließlich Kurzgeschichten vorzustellen.

Demgemäß wählte ich für die Lesung den Titel ‚Welt der Geschichten’. Aus allen Bereichen der Phantastik – vom Kindermärchen bis zur Horrorgeschichte – habe ich Beispiele ausgesucht und dem bis zum Schluss aufmerksamen Publikum, darunter Bgm. Ing.
Hermann Kaufmann, Vzbgm. Andreas Wimmreuter und GV Inge Wilhelmstätter,vorgetragen. Das Bibliothekteam hat wieder einmal bei der Betreuung der Besucher und der liebevollen Dekoration der Bibliothek und des Lesetisches, ausgezeichnete Arbeit geleistet.
Da auch für das nächste Jahr wieder einige Projekte geplant sind und hoffentlich noch ein paar weitere hinzukommen werden, wird es auch 2011 wieder eine Herbstlesung geben. Ich hoffe also, das Publikum bleibt mir gewogen und besucht auch die nächste Veranstaltung wieder so zahlreich.

Buchmesse Con in Dreieich – 9. Oktober 2010


Beinahe ist es schon Tradition, dass ich im Oktober meine Sachen packe und Richtung Frankfurt fahre. So auch dieses Jahr. Doch wie üblich treibt es mich nicht zur großen Buchmesse, sondern weiter nach Dreieich, wo im Bürgerhaus in Sprendlingen der Buchmesse Con stattfindet. Eine Veranstaltung die für Freunde der Phantastik beinahe ein Muss ist.

Ob bekannter Autor, Hobbyautor, Kleinverleger oder Fan, alle sind dort anzutreffen.

Dieses Mal war es ein ganz besonderer BuCon für mich, denn zum ersten Mal durfte ich auch selbst lesen. Zuerst mit Verleger Torsten Low und Autorenkollegin Astrid Rauner aus ‚Geschichten unter dem Weltenbaum’. Torsten hat es sich wieder mal nicht nehmen lassen, zu seiner Kannibalen-Geschichte Kettensägen-Würstchen zu reichen, nachdem Astrid mit ihrer Story bereits Ragnarök eingeläutet hatte.

Anschließend ging es gleich weiter mit dem – zum Glück unblutigen – Sängerkrieg.. Ann-Kathrin Karschnick, Christiane Gref, Susanne Ruitenberg, Esther S. Schmidt und meine Wenigkeiten traten mit recht unterschiedlichen Geschichten gegeneinander an. Den Sieg in beiden Kathegorien (beste Geschichte und bester Vortrag) konnte Christiane Gref für sich verbuchen.

Vor der Verleihung des Deutschen Phantastik Preisen blieb dann noch ein wenig Zeit, mit Autorenkollegen zu plauschen. Der Preisverleihung selbst konnte ich ganz entspannt lauschen, da diesmal kein Werk mit einem Beitrag von mir nominiert war. Wer an den Ergebnissen interessiert ist, kann sie gerne auf http://www.deutscher-phantastik-preis.de/ nachlesen.

Nach der Preisverleihung war ich dann noch einmal mit Lesen dran. Wenn man die Uhrzeit bedenkt – es war bereits 21.00 – dann wir mit sieben Zuhörern beachtlich viel Publikum, das sich durch unsere Geschichten aus „Karfunkelfeuer – und andere magische Momente“ verzaubern ließ. Wir, das waren Verleger Ulrich Burger und ich. Durch ihn kam ich dann auch noch zu einer ganz persönlichen Begegnung mit Erfolgsautor Thomas Finn.

Mit meinem Autorenkollegen Carsten Zehm ging es dann noch zum Mitgliedertreffen der ‚Geschichtenweber’. So konnte ich einen schönen, ereignisreichen Tag mit einem netten Abend ausklingen lassen.

In diesem Jahr hatte ich den Sonntag auch noch mit eingeplant und verbrachte ihn mit meinen Autoren- und Geschichtenweberkolleginnen Nina Horvath und Hannah Steenbock bei einem Frankfurtbummel, inklusive Dombesichtigung und Altstadtrundgang. Viel zu schnell verging die Zeit und ich musste zu meinem Zug, der mich wieder nach Zell am See brachte. Zum Glück hatte ich genügend Lesestoff dabei – wie auch anders nach einem Buchmesse Con – und so verging die Zugfahrt wie im Flug.

Es ist seltsam, aber kaum bin ich zu Hause angekommen, freue ich mich schon wieder auf den nächsten Buchmesse Con.

Dortmund – Köln April 2010

 

16. April:

Schnell die Pferde gefüttert und dann nichts wie ab zum Zug. Mit einem spannenden Buch vergehen neuneinhalb Stunden Zugfahrt wie im Flug. Nebenbei noch ein wenig die anderen Fahrgäste beobachtet und belauscht. Oh ja, es ist gefährlich, sich in der Nähe eines Autors aufzuhalten. Niemals vergessen: Alles was Sie sagen, kann verwendet werden. *g*

Am Bahnhof in Dortmund werde ich von Heike Wulf abgeholt. Als Erkennungszeichen hat jede von uns ein ‚Bissig’-Buch dabei. Das klappt hervorragend. Jetzt schnell zu Heike in die Wohnung, damit wir uns für die Lesung aufstylen können. Danach geht es, begleitet von Heikes Lebensgefährten Stefan, ab ins Balou.

Die Bühne ist mit schwarzen Vorhängen vampirmäßig dekoriert, das Lesepult effektvoll mit dunkelrotem Samtstoff und schwarzen Kerzen hergerichtet. Unser singender Vampir, Falko Köhler, erwartet uns schon. Mit seinen weißen Kontaktlinsen sieht er richtig gruselig aus. Bald treffen auch Sabine Ludwigs und Stefanie Philipp, unsere Mitleserinnen ein.

 

Während wir der netten Dame von der Presse über unser gemeinsames Projekt Auskunft geben, trudeln die ersten Besucher ein. Leider bleibt es bei ihnen, bis bereits nach Lesungsbeginn noch zwei Freunde von Falko auftauchen.

Die Mischung aus sehr unterschiedlichen Vampirgeschichten und vertonten Vampirgedichten kommt beim Publikum sehr gut an. Auch die Pressevertreterin, die eigentlich nur mal kurz reinhorchen wollte, bleibt bis zum Schluss. So sagen wir uns nach der ersten Enttäuschung über die vielen leeren Sessel: Besser ein paar begeisterte Zuhörer, als ein voller Saal der unzufrieden nach Hause geht.

Wir lassen den Abend noch mit einem gemütlichen Zusammensein ausklingen, dann folge ich Heike und Stefan zu deren Wohnung, wo ich mich im Gästezimmer ausbreiten darf.

17. April:

Da Heike und Stefan es sich nicht nehmen lassen, mich mit einem opulenten Frühstück zu bewirten, ist es an diesem Samstagmorgen auf für sie nichts mit Ausschlafen. Schließlich will ich so früh wie möglich zur Roleplay Convention nach Köln und das sind immerhin noch beinahe anderthalb Stunden mit der Bahn. Kurz nach acht mache ich mich auf den Weg und werde von Stefan begleitet, damit ich Landei mich nicht im Dortmunder Stadtdschungel verirre und tatsächlich zu meinem Zug gelange. Ich bin ihm sehr dankbar dafür. Alleine hätte ich mich sicherlich nicht so schnell zurecht gefunden.

Obwohl ich nur wenige Minuten nach Eröffnung der RPC auf dem Kölner Messegelände ankomme, wimmelt es bereits von Leuten. Ein nicht unbeträchtlicher Teil von ihnen ist ausgesprochen fantasievoll verkleidet. Obwohl ich keine Rollenspielerin bin, faszinieren mich die liebevoll gestalteten Kostüme. Ich kann gar nicht aufhören zu fotografieren und die Rollenspieler posieren geduldig für mich.

Aber was macht nun eine Nichtrollenspielerin auf einer Roleplay Convention? Aufmerksam geworden bin ich auf diese Veranstaltung durch einen Bericht von der RPC 2009 im Blog von Carsten Steenbergen (ich habe ihn auf der diesjährigen Veranstaltung kurz getroffen. Leider blieb keine Zeit für eine längere Unterhaltung, da bereits die nächste Lesung begann). Durch ihn erfuhr ich, dass auch für Bücherfreunde ein breit gefächertes Programm geboten wird.

So blieb mir nur eben genug Zeit, durch die Messehallen und das Außengelände zu schlendern und das vielfältige Angebot zu bewundern, bevor ich mich zur Lesung von Oliver Plaschka ins WerkZeugs Lesecafè begab. Er las aus: ‚Die Magier von Montparnasse’. Nach ihm kam Bernhard Hennen mit ‚Elfenkönigin’. Markus Heitz schaffte es nicht rechtzeitig zu seiner Lesung, da sein Zug Verspätung hatte, weil er von der Tür eines anderen Zugs getroffen worden war. Auch danach lief seine Lesung aus ‚Judassohn’ nicht ganz reibungslos ab, da er nicht nur gegen den gewöhnlichen Messelärm sondern auch noch gegen eine sich formierende Musikgruppe anlesen musste.

Christoph Hardebusch hatte wiederum bei seiner Lesung aus ‚Die Werwölfe’ mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Das Mikrophon fiel mehrfach aus und die unverstärkte menschliche Stimme war dem Hintergrundlärm einfach nicht gewachsen. Doch schließlich konnte der Defekt behoben werden und der Rest der Lesung verlief ohne weitere Störungen. ‚Die Werwölfe’ hatte ich mir bereits am BuCon im vergangenen Jahr signieren lassen, doch nutze ich die Gelegenheit um Christoph Hardebuschs Unterschrift für ‚Geschichten unter dem Weltenbaum’ zu ergattern - für die er das Vorwort geschrieben hat – und für ein gemeinsames Foto.

Den Abschluss des Lesereigens bildete Michael Siefener mit ‚Die Zeichen der Finsternis’, einem phantastischen Thriller. Schade dass zu der sehr lebendig gestalteten Lesung nicht mehr Zuhörer geblieben sind. Ich habe mir das Buch gekauft und dazu benützt, mir die Rückfahrt zu verkürzen. Insgesamt eine ausgesprochen vergnügliche und kurzweilige Lektüre, auch wenn ich mir ein etwas genaueres Lektorat gewünscht hätte. Wenn man bemüht ist, überflüssige Adjektive, Blähwörter und Wortwiederholung in den eigenen Texten auszumerzen - wo sie mit der Hartnäckigkeit von Unkraut immer wieder auftauchen - dann fallen sie einem auch in fremden Texten auf.

Inzwischen war es spät geworden und ich machte mich – nach einem kurzen Aufenthalt beim Schwertkampfworkshop und einem Besuch bei Roger Muhrmann am Stand des SFCD – auf den Weg zum Ausgang, wo mich meine Freunde Claudia und Michael bereits erwarteten. Die beiden Österreicher hat es aus beruflichen Gründen in diese Gegend Deutschlands verschlagen. Doch da Claudia sich bei jedem Heimaturlaub von mir mit Reitunterricht quälen lässt, ist der Kontakt nie ganz abgerissen. Als die beiden von meinem Aufenthalt in Köln erfuhren, haben sie mich spontan zu einer ganz persönlichen Besichtigungstour eingeladen.

Aber zunächst geht es über das Vorgebirge. Zum Glück war ich bereits vorgewarnt, dass dieses ‚Gebirge’ nach österreichischen Maßstäben einem Hügelchen entspricht., sonst hätte ich es vergeblich gesucht. Die Wohnung meiner Freunde liegt sehr ruhig, beinahe ländlich und nachdem ich sie ausgiebig mit einen unzähligen Fotos belästigt habe, begeben wir uns zur Ruhe.

18. April:

Und schon wieder ein ausgiebiges, gemütliches Frühstück. Danach nehmen wir den Kölner Dom in Angriff. Weil gerade eine Messe abgehalten wird, steigen wir zuerst auf den Turm und sehen uns die Stadt von oben an. Eine kleine Runde durch die Stadt führt uns zum Rhein. Unzählige Schlösser an einer Eisenbahnbrücke wurden von Liebenden angebracht, die damit ihre Verbindung besiegeln wollten. In so manchem Fall wird wohl das Schloss länger gehalten haben, als die Verbindung.

Ich hätte nicht gedacht, dass Köln so grün ist. Bei unserem Spaziergang am Rhein entlang kommen wir nicht nur an den typischen schmalen, dicht an dicht klebenden Häusern vorbei sondern auch an vielen Bäumen und Grünflächen.

Zurück beim Dom können wir nun auch den Altarraum besichtigen. Ich versuche mit meiner supereinfachen Digitalkamera eine mystische Stimmung und die herrlichen Buntglasfenster festzuhalten. Und siehe da: Es gelingt!

Dann geht es raus aus Köln. Schließlich soll ich auch noch Bonn kennenlernen. Nach einer kleine Runde durch die Stadt sehen wir uns einen Antiquitätenmarkt an. Unglaublich, was dort so alles angeboten wird! Sogar ein lebensgroßes Pferd, das vor Jahrzehnten speziell für ein Reitsportgeschäft angefertigt worden ist, kann man käuflich erwerben.

Ich habe eine Vorliebe für Friedhöfe und so konnte ich auch nicht widerstehen, als wir am alten Bonner Friedhof vorbeikamen. Dort sind einige Berühmtheiten begraben. Interessant war auch die Verwendung von Baumstämmen, bzw. von in Stein gehauenen Baumstammkreuzen als Grabmahl. Nach all dem Stadtlärm genieße ich die Ruhe und die angenehme Atmosphäre. Ein Eichhörnchen huscht zwischen den efeuüberwucherten Gräbern umher und Bänke laden zur Meditation ein.

Doch schon heißt es, nach einem Abstecher zu Claudias hiesigem Reitstall, den Zug nach Hause zu nehmen. Nach kurzer Aufregung, weil der Zug umgeleitet wurde und ich zu einem kleinen Bahnhof am Rand von Bonn muss, lande ich wohlbehalten in meinem Liegewagen. Lesend und schlafend verbringe ich vierzehn Stunden, bis ich mit einer Stunde Verspätung in Zell am See eintreffe. Ich nehme mir gar nicht erst die Zeit auszupacken, denn ich muss sofort zu den Pferden. Obwohl ich nur drei Tage weg war, kommt es mir vor wie eine Woche, weil ich so viel in die kurze Zeit hineingepackt habe. Das ist wohl auch der Grund, warum ich noch einige Tage brauche, um wirklich zu Hause anzukommen.

Die andere Buchmesse - 28.2.2010



Klein aber fein, so muss man diese Veranstaltung bezeichnen.

Sehr liebevoll im 'Blauen Salon' gestaltet, war diese Buchmesse vor allem ein beinahe
familiäres Treffen zwischen Autoren und Verleger Torsten Low. Nach der Einstimmung durch die A-capella-Gruppe Booking XSang, lasen Nicole Engbers, Margit Kröll, Ingeborg Maria Ortner aus ihren Werken.
Torsten Low präsentierte in bewährter Weise die Kunst des Buchbindens,stellte die Bücher zweier aufgrund von Krankheit abwesender Autoren vor und gab Einblick in die phantastischen Welten des Torsten-Low-Verlags.

Torsten Low, Tina Low, Bettina Ferbus und Nina Horvath

Margit Kröll zeigte, dass sie nicht nur schreiben sondern auch zaubern und aus
Ballons wundersame Dinge modellieren kann.
Da das Kinderschminken in Ermangelung von Kindern ausfiel durft ich nicht
nur mein druckfrisches Belegexemplar der 'Geschichten unter dem Weltenbaum'
entgegennehmen, sondern auch noch meine Geschichte vorlesen.

Viel zu schnell war der Tag vorüber und ich saß wieder im Zug nach Hause.

Ich hoffe, die Veranstalter lassen sich durch das geringe Publikumsinteresse nicht abschrecken, im nächsten Jahr einen weiteren Versuch zu wagen.

Ich bin sicher, diese Veranstaltung wird sich herumsprechen und immer mehr Leute anziehen.
Man sollte als Autor im Umgang mit Verlegern eine gewisse Vorsicht walten lassen.
Wenn man sie allzusehr bedrängt könnte ...
... das passieren:
... oder das

Weihnachtsreiten 2009

 

Diesmal habe ich unser traditionelles Weihnachtsreiten für eine ganz besondere Aktion genutzt. Nach meinem ersten offiziellen Auftritt als Weihnachtsmännin mitsamt frisch importierten finnisländischen Rentieren,stellte ich mich mit fünfzehn Stück 'Saftvampiren' neben die Tribüne. Schon während der Aufführung hatte ich verkünden lassen, dass von jedem der Bücher zehn Euro an Fairness gehen würden.

 

 

Für alle, die sie nicht kennen: Fairness
war viele lange Jahre unser beliebtestes Schulpferd und musste in diesem Jahr wegen gesundheitlichen Problemen pensioniert werden. Da sie trotz allem noch beschwerdefrei auf die Koppel gehen kann, wurde ein entsprechender Platz für sie gesucht und auch gefunden. Nun muss ihre Pension aber Monat für Monat mit Spenden finanziert werden. Tja, und da sah ich eine Möglichkeit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Ich konnte Fairness
helfen und gleichzeitig Werbung für die neuerschienen 'Saftvampire' machen.

 

 


Meine Aktion hat großen Anklang gefunden. Es dauerte keine Stunde bis die Bücher ausverkauft waren. Dank einiger zusätzlicher Spenden kamen über 200 Euro zusammen. Somit ist die Pension von Fairness wieder mehr als ein Monat finanziert!
Noch etwas Erfreuliches darf ich vermelden. Als ich nachbestellen wollte, weil ich nicht mehr ein einziges Exemplar von 'Die Saftvampire'  hatte, teilte mir die Verlegerin mit, dass ich bis Mitte Januar warten müsse, weil die erste Auflage bereits ausverkauft sei. Tja, dann wollen wir mal hoffen, dass sich die zweite Auflage genauso gut verkauft wie die erste und dass es bald eine dritte Auflage geben wird.

 

B & B’s Horrorladen

Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, uns dem Thema entsprechend auszustaffieren. Mein in London gekauftes Kleid kam zum Einsatz und Barbaras ebenfalls dort gekaufter Hut.

B & B’s Horrorladen war gut bestückt mit Angstschweiß, Grabeserde, Gespenstern … und natürlich nicht zu vergessen: Skelett Maxi!

BuchmesseCon 17. Oktober 2009

Bereits zum dritten Mal besuchte ich den BuchmesseCon in Dreieich und wieder einmal wurde die Zeit viel zu kurz. Interessante Gespräche mit Autorenkollegen und Verlegern, viel zu viele Lesungen, von denen ich gerne noch mehr besucht hätte, aber da immer drei gleichzeitig stattfanden, hatte ich die Qual der Wahl und schließlich noch die Verleihung des Deutschen Phantastik Preises.

Wieder war mein Rucksack schwer mit Büchern, als ich den Con verließ und eine Vorteil hatte die lange Bahnfahrt nach Hause: Ich schaffte es, „Die Werwölfe“ von Christoph Hardebusch beinahe fertig zu lesen.

Fantasygamecon in Wien

Durch die Teilnahme am Literaturwettbewerb kam ich zu einer Einladung zur Fantasygaming Convention in Wien. Diese Gelegenheit musste ich natürlich nützen. Zum einen wollte ich mir den Schreibworkshop mit Michael Inger und damit eine Möglichkeit dazuzulernen nicht entgehen lassen. Außerdem war ich auf die Spiele neugierig. Da mein Terminkalender völlig mit reiten, lesen und schreiben vollgestopft ist, bleibt für Rollenspiele keine Zeit mehr. Umso neugieriger war ich und ich wurde nicht enttäuscht.

Nicht nur, dass ich Nina Horvath getroffen habe und das Gespräch nachholen konnte, zu dem uns beim letzten BuchmesseCon leider keine Zeit mehr geblieben war, ich habe auch einige neue Bekanntschaften gemacht. Mit der Ergebnis, dass ich glatt vertratscht und dadurch die Siegerehrung verpasst habe (peinlich!). Noch dazu wo ich Erste geworden bin. An meinem Preis hatte ich ganz schön zu schleppen: ein riesiges Bücherpaket (an mich völlig verschwendet. Ich lese überhaupt nicht. *g*) und eine Rattentasse. Den Rest des Abends habe ich mir dann mit Werwolfspielen versüßt.

Ein herzliches Dankeschön an Planet Harry für die Organisation, die Einladung und den Preis.

London 15. – 19.9.2009

Ausnahmsweise einmal keine Reise, die mit Büchern oder Pferden zu tun hat. Diesmal bin ich einfach nur Tourist. Ich kann die alten Häuser bestaunen, die mich an riesige Schiffe erinnern, die mit dem Bug im harten Straßenbelag steckengeblieben sind. Gut, dass es in London nie so heiß wird, dass der Asphalt weich werden könnte und sich die Häuser plötzlich in Bewegung setzen.

Auf den Straßen hetzen Menschen, an jeder Ecke werden gratis Zeitungen angeboten, die abends achtlos in die sich türmenden Müllsäcke gestopft werden. In guter Zweiblum-Tradition (für alle die keine Terry Pratchett Fans sind: das ist der erste Tourist der Scheibenwelt) habe ich zwar kein Wörterbuch, dafür aber stets eine Stadtplan dabei. Trotzdem verlaufen wir (ich bin mit zwei Freundinnen unterwegs) uns mehrfach. Wenigstens können uns die hilfsbereiten Londoner auf dem Stadtplan zeigen, wohin wir uns verirrt haben.

Am Abend gibt es Musicals (La cage aux folles, We will rock you). Wir machen uns auf Promijagd nach John Barrowman (er spielt eine Hauptrolle in ‚La cage aux folles’ und Barbara ist ein Fan von ihm)

Tagsüber Shopping (Bücher natürlich! Okay, in Camden habe ich mir Klamotten gekauft. Aber die sind für die Lesung am 3. November. Wer sie sehen will muss hinkommen!), Sighseeing, Besuch bei Madame Tussaud’s (so viel Arbeit so eine Wachspuppe auch ist, aber heutzutage wird wenigstens mit lebenden Modellen gearbeitet. Es ist nicht mehr notwendig die abgeschlagenen Köpfe prominenter Verurteilter von der Richtstätte zu benützen). Ein wenig Grün muss auch sein. So viel Stadt halten wir Landeier nicht aus und flüchten in den Hyde Park, den Regent’s Park und ich mache auch noch eine Abstecher in den Londoner Zoo (der ist riesig. Ich schaffe es nicht in zweieinhalb Stunden alles zu sehen. Dabei wäre ich sogar gerne noch länger bei den Zebramangusten geblieben. Die hatten gerade drei Wochen alte Junge).

Etwas Kultur muss natürlich auch sein. Also sehen wir uns die National Gallery und die British Library an.

Alles in allem ist die Zeit viel zu kurz, aber ich kann meine Pferde einfach nicht so lange alleine lassen. Also muss ich all die Dinge, die ich gerne noch machen möchte, wohl ein anders Mal nachholen. Denn eines muss ich sagen: London sieht mich wieder!

Zell am See 30.06.2009

"Ganz schön bissig"

Am 30. Juni 2009 habe ich einer kleinen aber feinen Fangemeinde in der Stadtbücherei Zell am See meine neueste Veröffentlichung präsentiert. Unter 545 Einsendungen hat der Schreiblustverlag 33 Geschichten ausgewählt und zu einer Anthologie zusammengestellt. Meine Kurzgeschichte ‚Blutsauger’ war dabei und so durfte ich nach etwas Nervenkitzel (die Bücher kamen erst am Tag der Lesung an) endlich das gedruckte und gebundene Werk in Händen halten. Die Geschichten sind so unterschiedlich wie die Autoren, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Presse:

Pinzgauer Nachrichten

Pinzgauer Post

Marburg Con 23.05.2009

Es war ein ganz normaler Montagmorgen an diesem 18.5.2009. Die Pferde waren schon auf der Koppel und ich nützte einige Minuten freie Zeit, um nachzusehen, ob neue Mails gekommen waren. Unter anderem stand da: MarburgAward 2009 – vertraulich.
Ich hatte tatsächlich geschafft beim Marburg Award den dritten Platz zu ergattern und war zur Preisverleihung eingeladen. Ein kurzer Blick auf die Seite der ÖBB stürzte mich in einen Zwiespalt. Natürlich wollte ich gerne zum Con, aber die Verbindungen waren fürchterlich. Ganz abgesehen davon, dass es nicht leicht ist, kurzfristig zu verreisen, wenn man Tiere hat und üblicherweise auch am Wochenende arbeitet. Schließlich suchte ich mir eine Entscheidungshilfe: Wenn ich auf die Schnelle ganz in der Nähe vom Bürgerhaus noch ein Zimmer bekomme, dann fahre ich.

Marburg vom Bahnhof aus

Die Apokalyptischen Schreiber

Ich schnappte mir das Telefon und in der ersten Zimmervermietung, bei der ich anrief bekam ich die Antwort: „Da haben Sie aber Glück gehabt. Gerade hat jemand abgesagt.“
Also wenn das kein Wink des Schicksals ist!
Am Abend des 22.5. setzte ich mich in den Zug und nach vier Mal umsteigen und mit einer Stunde Verspätung, weil irgendein Idiot einen Stein auf den Zug geworfen und damit ein Fenster eingeschlagen hat, kam ich dann am Morgen des 23. in Marburg an. Das Wetter war strahlend schön und ich machte mich gar nicht erst auf die Suche nach einem Bus, sondern lief die Strecke bis zum Bürgerhaus in Marburg-Wehrda gleich zu Fuß. Schnell noch den Schlüssel aus der Pension geholt und halbwegs die Knautschfalten der nächtlichen Zugfahrt ausbügeln, dann konnte es zum Con gehen.
Zuerst sah ich mich noch ein wenig unsicher um, doch schon traf ich die ersten Bekannten. Ein gemütliches Schwätzchen löst das andere ab. Außerdem hatte ich Gelegenheit in Ruhe einige Lesungen nachzuholen, die ich auf dem BuchmesseCon versäumt habe, da die dortigen Veranstalter in geradezu sadistischer Manier drei Programmschienen gleichzeitig laufen lassen. Natürlich bot sich auch wieder die Möglichkeit neue Bekanntschaften zu schließen und so verging die Zeit bis zur Preisverleihung wie im Flug.
Nachdem mir mein Preis überreicht worden war, stand ich einige peinliche Momente etwas verloren vor dem Publikum, bis ich begriff, dass anders als im Reitsport die Siegerin (der Zweitplatzierte und der zweite Dritte hatten sich wegen zu weiter Anreise entschuldigen lassen) erst aufgerufen würde, wenn ich wieder verschwunden war. Na ja, dass es keine Ehrenrunde auf der rechten Hand im Galopp geben würde, war mir schon klar gewesen, aber ...

Die Geschichtenweber

Buchbindevorführung

Hier noch schnell die Preisträger:

  • 1. Chris Schlicht: „Dunkle Schwingen“
  • 2. Thomas Templ: „Zepharion“
  • 3. Bettina Ferbus: „Das Totenbuch“
  • 3. Andreas Zwengel: „Versteckspiele“

Im Anschluss an die Preisverleihung durften wir dann unsere Geschichten auch noch vortragen. Wie immer freute es mich ganz besonders, andere Menschen zum Lachen zu bringen. Selbst bei gruseligen Geschichten, kann ich das eine oder andere Augenzwinkern nicht vermeiden.

Es war nach Mitternacht, als ich schließlich in mein Bett fiel und die Nacht wurde reichlich kurz, da ich als notorischer Frühaufsteher natürlich auch an diesem Morgen pünktlich um 5.30 Uhr wach war. Den Sonntagvormittag nützte ich dazu, Marburg bei strahlendem Sonnenschein ein wenig näher kennen zu lernen. Ich ließ im alten Botanischen Garten die Seele baumeln, beobachtete Stockenten und Teichhühner mit ihrem Nachwuchs und erkundete dann noch die Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern.
Um 12.35 Uhr ging dann mein Zug nach Hause. Die Rückfahrt verlief ohne Zwischenfälle, sodass ich kurz nach 20 Uhr wieder in Zell am See war. Alles in allem ein gelungenes Wochenende, das die weite Zugfahrt gelohnt hat.

Chris Schlicht und meine Wenigkeit

23.10.2008

"Vampire, Tod und Teufel"

Turmstube des Schloss Rosenberg Zell am See

Die Turmstube von Schloss Rosenberg, dem Zeller Rathaus, bot ein uriges Ambiente für den Gruselabend, den ich wieder gemeinsam mit meinen Freunden B. Fink und Christoph Pichler gestalten durfte.
Anfangs schien es, als wäre die Bründleröffnung doch eine zu große Konkurrenz, denn um 19.25 Uhr hatte noch kein einziger Zuhörer zu uns gefunden. Doch Schlag halb Acht trafen die ersten ein und der Raum füllte sich zusehends. Schließlich lauschten beinahe vierzig Menschen unseren gruseligen Geschichten über Vampire, Tod und Teufel.
Dass wir bei weitem harmloser sind als unsere Geschichten, bewies jedoch schon der unter tatkräftiger Mithilfe meiner Mutter gebackene Blutkuchen, der nicht blutrot sondern schweinchenrosa wurde. Geschmeckt hat er aber unseren Gästen trotzdem (oder deshalb). Auch die Schokoaugen kamen recht gut an, ebenso wie die Draculagebisse aus Marshmallowteig.
Die gleichzeitig stattfindende Ausstellung der Künstlerin Monika Andrea Peitler bot einen ausgesprochen passenden Hintergrund, wie einige Tatortfotos beweisen.
Diejenigen die eine der zeitgleich stattfindenden Veranstaltungen besucht haben, kann ich als Trost versichern, dass wir ganz sicherlich irgendwann wieder einmal ein Projekt in dieser Zusammensetzung auf die Beine stellen werden. Vielleicht sogar schon im nächsten Jahr.